Die Bezeichnungen einordnen
Folat gehört zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und wird als Vitamin B9 bezeichnet. Folsäure ist eine synthetisch hergestellte Form, die beispielsweise in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet wird. Im älteren Seitenpfad steht zusätzlich „Vitamin B11“. Diese alternative Bezeichnung ist hier kein weiteres Vitamin und kein zusätzlicher Nährstoffbedarf. Ein medizinisches Laborverzeichnis führt B9 und B11 als Synonyme.
Folat im Alltag
Der Körper benötigt Folat unter anderem für die Zellteilung. Gute Quellen sind grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Auch Obst kann zur Versorgung beitragen. Natürliches Folat ist empfindlich gegenüber Hitze und Licht. Frische Lebensmittel und eine schonende Zubereitung helfen, Verluste zu begrenzen. Die Begriffe Folat und Folsäure sollten deshalb nicht unbesehen mit identischen Mengen gleichgesetzt werden.
Ergänzung gezielt besprechen
Bei Kinderwunsch ist Folsäure bereits vor einer Schwangerschaft bedeutsam, weil sich das kindliche Nervensystem sehr früh entwickelt. Welche Ergänzung geeignet ist, sollte rechtzeitig mit einer ärztlichen Fachperson geklärt werden. Eine ausgewogene Ernährung bleibt wichtig.
Hoch dosierte Präparate sind kein allgemeiner Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung. Zu viel Folsäure kann unter anderem die Erkennung eines Vitamin-B12-Mangels erschweren. Daher sollten mehrere angereicherte Produkte und Nahrungsergänzungsmittel nicht unüberlegt kombiniert werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erklärt Nutzen und Risiken.
Diese allgemeine Information ersetzt keine persönliche medizinische Beratung.
