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Intimpflege: die natürliche Schutzfunktion erhalten

Neu verfasste Information vom 29.10.2026. Der ursprüngliche Archivtext war nicht verfügbar. Dieser Beitrag wurde für die wiederhergestellte Website neu erstellt; er ist keine Archivkopie.

Weniger kann mehr sein

Die Haut und die Schleimhäute im Intimbereich brauchen keine intensive Reinigung. In der Scheide tragen Milchsäurebakterien zu einem sauren Milieu bei, das unerwünschte Keime begrenzt. Die Scheide reinigt sich selbst. Spülungen und parfümierte Produkte können dieses Gleichgewicht stören und Reizungen begünstigen.

Für die äußere Vulva genügt normalerweise eine sanfte Reinigung mit lauwarmem Wasser. Seife gehört nicht in die Scheide. Auch Intimdeos und aggressive Waschlotionen sind für die normale Hygiene nicht erforderlich. Nach dem Toilettengang von vorn nach hinten zu wischen, vermindert die Verschleppung von Darmkeimen. Dazu informiert das Berliner Gesundheitsamt über Intimhygiene.

Reizung oder Infektion?

Juckreiz, Brennen und veränderter Ausfluss können unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise Reizungen oder eine Pilzinfektion. Die Beschwerden allein erlauben keine sichere Unterscheidung. Wer erstmals solche Symptome bemerkt oder wiederholt darunter leidet, sollte die Ursache ärztlich klären lassen, statt immer neue Pflegeprodukte auszuprobieren.

Atmungsaktive Unterwäsche und der Verzicht auf parfümierte Slipeinlagen können unnötige Reize vermeiden. Übermäßiges Waschen kann Beschwerden dagegen verstärken. Welche Behandlung nötig ist, hängt von der Diagnose ab. Eine Pilzbehandlung ist keine allgemeine Intimpflege. Weitere Hinweise bietet das öffentliche Gesundheitsportal Österreichs zu Scheidenpilz.

Diese allgemeine Information ersetzt keine persönliche medizinische Beratung.

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